Wie wird 3D-Druck alltagstauglich?

Interview Brian Crotty | 14.03.2017 | 3 min read

Meltwerk ist ein Unternehmen mit Sitz in Berlin, welches hochwertige 3D-Druck Dienstleistungen zu einem günstigen Preis anbietet. Die Zielsetzung des Unternehmens besteht darin, alle Hürden für den Gebrauch von 3D-Druck im alltäglichen Leben zu beseitigen. Gegründet wurde es 2015 unter dem Markennamen trinckle 3D. Wir haben mit Emma Tunney, der Marketing Managerin, gesprochen.

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Bildquelle: Trinckle

Der offizielle Slogan von MeltWerk lautet “3D Printing for the rest of us”. Kannst du beschreiben, wie sich das in der generellen Philosophie des Unternehmens widerspiegelt?

Obwohl so gut wie jeder bereits von 3D-Druck gehört an, bleibt eine Frage bestehen: Warum verwenden Menschen im Alltag 3D-Druck kaum regelmäßig?

Wir haben 3 Gründe gefunden, warum 3D-Druck für viele nicht zugänglich bleibt:

  • ein Modell vor dem 3D-Druck herzustellen, ist ziemlich kompliziert
  • der Bestellungsprozess ist oft extrem umständlich
  • und natürlich bleibt der hohe Preis für viele ein Hindernis  

Das erste Problem gehen wir mit paramate an, unserer Design Plattform auf trinckle. Die zweite und dritte Hürde kann durch MeltWerk überwunden werden. Unser simpel zu bedienendes Bestellsystem gleicht der Bestellung von Fotos und unsere Preise machen 3D-Druck für jeden erschwinglich.

Unsere Dienstleistungen und Produkte beseitigen über MeltWerk und trinckle wichtige Barrieren, die viele an der Nutzung von 3D-Druck hindern. Unser MeltWerk Motto soll also unseren Willen verdeutlichen, revolutionäre Technologien für alle zugänglich zu machen.

2. Warum ist die Wahl unter vielen möglichen Optionen auf die SLS Technologie und auf das Material Polyamid gefallen?  


Das ist recht einfach zu erklären. Weiße SLS Polyamide erzielen bei Weitem das beste Gleichgewicht von Preis und Leistung.

SLS ist vielseitig einsetzbar, sowohl in funktionalen Kontexten als auch für dekorative Objekte. Das heißt, es kann alles von Kunst bis zur mechanischen Komponente kreiert werden. Bei der Auswahl unseres Materials benötigten wir einen starken Allrounder. Polyamide vereinbart Auflösung und Stärke mit Flexibilität und Spielraum für Design.


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Bildquelle: Designer Cristina Franceschini.

3.  Über die Materialauswahl hinaus: Könnt ihr uns das Geheimnis von guter Qualität bei gleichzeitig geringem Preis verraten?

Weniger ist mehr. Wir bieten ein Material und eine Farbe an. Diese Einfachheit ermöglicht es uns, uns auf die höchstmögliche Qualität zu fokussieren. Unsere Produktionsprozesse sind standardisiert und automatisiert, wodurch wir viel Zeit und Arbeit sparen und unseren Kunden niedrige Preise anbieten können.

4. Habt ihr irgendwelche Trends in der Art der gedruckten Teile feststellen können? Handelt es sich mehr um berufliche Zwecke oder Hobbys?

Wir sehen eine große Bandbreite an unterschiedlichen Personen, die sehr unterschiedliche Sachen kreieren. Viele Hobby-Nutzer verwenden MeltWerk, jedoch erzeugt die Dienstleistung so gute Qualität, dass wir mehr und mehr professionelle Nutzer feststellen. Diese drucken mechanische Teile, architektonische Modelle oder Design Komponente aus.


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Bildquelle: Designer Michael Leicht.

5. Was war im letzten halben Jahr euer Lieblingsdruck?

Wir sehen viele interessante Projekte, die über MeltWerk realisiert werden. Zu den kreativsten und außergewöhnlichsten gehören sicherlich die 3D gedruckten Strandmonster, welche aus einer Zusammenarbeit zwischen dem berühmten niederländischem Künstler Theo Jansen und dem voronoi Designstudio hervorgegangen sind. Diese unglaublichen Modelle bestehen aus 74 zusammengebauten Komponenten. Die Modelle und die Künstler hinter dem Projekt kann man sich auf http://www.voronoi.nl/ anschauen.

3D-Druck mit Meltwerk

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